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Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen

NRW-Klimapolitik

Warum müssen wir handeln?

Der Klimawandel ist ein globales Phänomen. Im weltweiten Mittel ist die Temperatur seit dem Ende des 19. Jahrhunderts um 0,85 Grad Celsius gestiegen. 2015 war global gesehen das wärmste Jahr seit Aufzeichnungsbeginn. Der Klimawandel zeigt sich jedoch nicht nur in der Änderung der Lufttemperatur, sondern durch vielfältigste weitere Auswirkungen. Seit 1900 ist beispielsweise der globale mittlere Meeresspiegel um fast 20 Zentimeter angestiegen.

 

Steigende Temperaturen, steigende Meeresspiegel und veränderte Niederschlagsverhältnisse zeigen sowohl Auswirkungen auf natürliche Ökosysteme als auch auf die menschliche Gesellschaft. So können höhere Temperaturen in manchen Regionen der Erde verstärkt zu langanhaltenden Dürren führen. Trinkwasser- und Nahrungsmittelknappheit wird dadurch zu einem immer größeren Problem. Einige küstennahe Regionen können durch Überflutung unbewohnbar werden. Wenn sich diese Entwicklung fortsetzt, kann dies gewaltsame Konflikte und Flüchtlingsbewegungen in Zukunft weiter verschärfen.

Der Klimawandel gehört damit zu den größten Herausforderungen, denen sich die Weltgemeinschaft heute stellen muss. Um das auf der Pariser Weltklimakonferenz 2015 gesetzte Ziel zu erreichen, den Klimawandel auf maximal zwei, bzw. 1,5 Grad Celsius im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu beschränken, sind enorme Anstrengungen vonnöten. Eine besondere Verantwortung tragen dabei industriell geprägte Staaten und Regionen wie Nordrhein-Westfalen. Denn in NRW, dem deutschen "Industrie- und Energieland Nummer 1", entstehen rund ein Drittel der Treibhausgase der Bundesrepublik. NRW wird somit zu einem wesentlichen Faktor, damit auch Deutschland als Ganzes seine Klimaschutzziele erreicht. Und nur wenn Deutschland die nationalen Klimaschutzziele erreicht, wird dies auch der Europäischen Union gelingen.

Gleichzeitig gilt: selbst bei einer weltweit ambitionierten Klimaschutzpolitik wird der Klimawandel zunächst weiter voranschreiten – auch in Nordrhein-Westfalen. Daher ist es unbedingt notwendig, dass Nordrhein-Westfalen sich aktiv und vorausschauend an die heutigen und kommenden Klimaänderungen anpasst.

Vor diesem Hintergrund hat Nordrhein-Westfalen bereits im Jahr 2010 seine Klimapolitik neu ausgerichtet. Mit dem 2013 verabschiedeten Klimaschutzgesetz wurden sowohl die Pflicht zur Treibhausgasminderung (Klimaschutz) als auch die Pflicht zur vorausschauenden Anpassung an die Folgen des Klimawandels festgeschrieben.

Mit dem Klimaschutzplan von 2015 wurde zudem ein umfassender Pool an Maßnahmen für Klimaschutz und Klimaanpassung auf den Weg gebracht – Maßnahmen, mit denen das Land NRW die Akteurinnen und Akteure, insbesondere die Bürgerinnen und Bürger, die Unternehmen und die Kommunen – dabei unterstützen will, Klimaschutz und Klimaanpassung "von unten" zu betreiben.

Viele dieser Unterstützungsangebote, etwa aus den Bereichen Förderung, Beratung und Vernetzung sind bereits für die Akteursgruppen verfügbar! Nutzen Sie diese Angebote und machen Sie mit bei "Klimaschutz made in NRW"!

Um Energiewende, Klimaschutz und die notwendige Anpassung an die Folgen des Klimawandels als Schubkräfte einer nachhaltigen Entwicklung für Wirtschaft und Gesellschaft nutzbar zu machen, hat die Landesregierung zudem die KlimaExpo.NRW ins Leben gerufen. Sie präsentiert das technologische und wirtschaftliche Potenzial Nordrhein-Westfalens im Bereich Klimaschutz. Die KlimaExpo.NRW ist zugleich Leistungsschau und Ideenlabor für den Standort NRW und das nicht nur an einem Ort und an einem Tag, sondern landesweit und bis 2022. Die KlimaExpo.NRW möchte erfolgreiche Projekte einem breiten Publikum bis hin zur internationalen Ebene verständlich und erfahrbar machen und dadurch zusätzliches Engagement für den Klimaschutz fördern. Zu diesen Ideen zählen innovative Technologien und Forschungsprojekte ebenso wie klimagerechte Konzepte zur Quartiersentwicklung oder zu vernetzter Mobilität. Hinter den Projekten stehen unterschiedliche Akteure, wie etwa Bürgergenossenschaften, Klein-Unternehmer und Mittelständler sowie Initiativen, Hochschulen und große, international tätige Unternehmen.