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Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen

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Minister Remmel: "NRW betreibt weltweit führende Forschung für erneuerbare Energien"

NRW Umweltminister eröffnet mit "Synlight®" in Jülich die größte künstliche Sonne der Welt.

149 Kurzbogenlampen strahlen mit der 10.000 fachen Intensität der normalen Sonnenstrahlung auf der Erde und bilden so die größte künstliche Sonne der Welt. Mit der Anlage sollen vor allem Produktionsverfahren für solar erzeugten Wasserstoff als Treibstoff der Zukunft entwickelt werden, aber sie steht auch Forschern anderer Disziplinen und Industrieunternehmen zur Verfügung.

Zur Eröffnung der Anlage des Instituts für Solarforschung beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Jülich hob NRW Umweltminister Johannes Remmel die Bedeutung der Forschung für die Energiewende hervor: "Um die Ziele zum Ausbau der erneuerbaren Energien zu erreichen, brauchen wir den praktischen Ausbau vorhandener Technik. Aber ohne Investitionen in innovative Forschung, in modernste Technologien und auch in weltweite Leuchtturmprojekte wie Synlight® wird die Energieende stecken bleiben."

Das Projekt Synlight wird vom Land mit 2,4 Millionen Euro unterstützt, das sind 70 Prozent der Gesamtkosten von 3,5 Millionen Euro. Die anderen 1,1 Millionen Euro werden durch das Bundeswirtschaftsministerium erbracht. Synlight ist ein Projekt des Instituts für Solarforschung des DLR. Das Institut wurde mit Mitteln des Wissenschaftsministeriums in Höhe von mehr als 15 Millionen Euro aufgebaut. Das Institut für Solarforschung versteht sich als Brückenbauer von der Grundlagenforschung zur großtechnischen Umsetzung und zur Anwendung in der Industrie.

Innovative Forschung und Entwicklung zur Energiewende gibt es in NRW in vielen Bereichen, von der Anlagentechnik in erneuerbaren Energieanlagen bis zur Netz- und Regelungstechnik, von Wärmepumpen und bis zum Thermostat. Ein entscheidender Bereich ist jedoch die Forschung zu den verschiedenen Formen von Energiespeichern, ohne die die wetterabhängigen sauberen Energien an ihre Grenzen kommen werden. Erste Pilotanlagen von Batteriesystemen sind in NRW im Einsatz, zum Beispiel ein 5 MW-Speicher an der RWTH Aachen. Steag plant den Bau von drei 15 Megawatt Speichern auf drei seiner Kraftwerksstandorte in NRW. Im Bereich der Photovoltaik-Batteriespeicher liegt in NRW mit 3300 installierten Anlagen hinter Bayern auf Platz 2 der Bundesländer.

"Für das Gelingen der Energiewende sind neben Stromspeichern auch große Wärmespeicher oder in gasförmigem oder flüssigem Zustand gespeicherte Energie von entscheidender Bedeutung. Ich bin daher stolz, dass in NRW viele Institute und Universitäten an den Speichertechnologien forschen. Das Know-How in den vielen energieaffinen Forschungsinstituten, Hochschulen und Unternehmen in NRW ist ein Standortfaktor für eine erfolgreiche Zukunft für Energiespeicher," sagte Umweltminister Remmel.

Ein interessantes Forschungsprojekt des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln ist daher auch die Testanlage für Wärmespeicherung in geschmolzenem Salz. Das Prinzip, Wärme in Form einer heißen Flüssigkeit zu speichern, wird im Bereich der technischen Thermodynamik angewendet. Als Speichermedien werden flüssige Salzmischungen eingesetzt, die die Wärme bei Temperaturen von 180 bis 560 Grad Celsius speichern können. Bei der Salzschmelze handelt es sich um eine nicht unter Druck stehende, ungiftige Flüssigkeit, die sich gut pumpen lässt und zudem nicht brennbar ist. Im Vergleich zu anderen Speichertechnologien wie Batterien bieten Flüssigsalzspeicher die Möglichkeit, kostengünstig große Menge an Energie zu speichern.