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Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen

Aktuelles

Klimawandel schreitet voran – NRW wappnet sich

Der Klimawandel und seine Folgen sind auch in Nordrhein-Westfalen immer deutlicher zu spüren. Das geht aus dem zweiten Klimawandel-Bericht hervor, den das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) herausgegeben hat. Das Land NRW reagiert auf die neuen Herausforderungen, unter anderem mit einem neuen Konzept zum Umgang mit Starkregen sowie einer Elementarschaden-Kampagne, die für Gefahren des Klimawandels sensibilisiert.

Nordrhein-Westfalen ist das bevölkerungsreichste und am dichtesten besiedelte Bundesland und ist Deutschlands Industrieregion Nummer 1. Entsprechend anfällig ist Nordrhein-Westfalen für die Folgen des Klimawandels. Wie sich das Klima verändert und welche Folgen für NRW schon heute beobachtbar sind erfasst für Nordrhein-Westfalen das Landesamt für Umwelt, Natur und Verbraucherschutz NRW (LANUV), das nach 2010 bereits den zweiten Bericht zum Klimawandel und zu den Klimafolgen herausgebracht hat.

Die LANUV-Experten können darin eindeutige Klimatrends feststellen: So war das Jahr 2014 seit Beginn der Messungen im Jahr 1881 das bisher wärmste Jahr in NRW. Zudem fallen 11 der 20 wärmsten Jahre seit 1881 in die Jahre ab 2000, die durchschnittliche Jahresmittel-Temperatur in NRW hat sich zwischen 1881 und 2015 um 1,4 Grad Celsius erhöht. Und auch die Folgen dieses Klimawandel sind immer klarer nachweisbar: So gibt es pro Jahr mehr Heiße Tage mit mehr als 30 Grad Celsius – der Aufenthalt vor allem in den Städten und Ballungszentren kann während solcher Hitzephasen vor allem für gesundheitlich angeschlagene oder ältere Menschen zur Gefahr werden. Die Anzahl an Eistagen nimmt dagegen ab – was vor allem für die Wintersportregionen in NRW zunehmend zum Problem wird. Problematisch sind auch die gerade in jüngerer Zeit öfter auftretenden Starkregenereignisse: Im Juli 2015 etwa fiel in Münster innerhalb von sieben Stunden das Vierfache des Niederschlags der sonst im ganzen Monat auf die Westfalenmetropole niedergeht. Starke Überschwemmungen waren die Folge. Und auch 2016 hat es, insbesondere durch das Tief „Mitteleuropa“ im Mai und Juni, heftige Starkniederschläge gegeben – mit Überschwemmungen und Schäden, die sich bundesweit auf rund 1,2 Milliarden Euro summierten. „Durch den Klimawandel werden Starkregenereignisse, aber auch Stürme häufiger vorkommen“, erklärte dazu NRW-Umweltminister Johannes Remmel bei der Vorstellung des Klimawandel-Berichts: „Es wird uns teuer zu stehen kommen, wenn wir jetzt nicht handeln. Die beste Politik gegen den fortschreitenden Klimawandel ist eine ambitionierte Klimaschutzpolitik gegen die globale Erwärmung sowie die Planung und Umsetzung von Maßnahmen zur Anpassung an die unvermeidbaren Folgen des Klimawandels.“

Die NRW-Landesregierung stellt deshalb für den Klimaschutz und die Klimafolgenanpassung immer mehr Unterstützungsangebote zur Verfügung. Jüngstes Beispiel ist das „Konzept Starkregen“. Es bündelt alle Angebote des Landes NRW zur Bekämpfung von Starkregenereignissen. Mit Hilfe des Konzepts können sich Regionen und Kommunen einen Überblick über die rechtlichen Instrumente, Handlungsfelder und Fördermöglichkeiten verschaffen, um sich gezielt mit dem Thema Klimawandel und Starkregen auseinandersetzen zu können. Es erleichtert ihnen so, präventive Maßnahmen zu ergreifen. Insbesondere die Kommunen können so ihre Widerstandsfähigkeit gegen Extremwetterereignisse stärken.

Darüber hinaus haben das NRW-Umwelt- und das NRW-Wirtschaftsministerium zusammen mit dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft und der Verbraucherzentrale NRW eine Informationsoffensive zu Elementarschadenversicherungen gestartet. Diese soll die Bürgerinnen und Bürger, aber auch Industrie, Gewerbe- und landwirtschaftliche Betriebe über die Folgen von Naturgefahren und die passende Vorsorge informieren. Bauliche und organisatorische Maßnahmen stehen dabei ebenso im Fokus wie der Versicherungsschutz.